Gemeinsam durch die Corona-Krise: Wichtige Infos für dein Business

03 | 2020

Gemeinsam durch die Corona-Krise: Wichtige Infos für dein Business

Die Auswirkungen von COVID-19 auf persönlicher und beruflicher Ebene sind für uns alle gerade sehr real. Stündlich oder gar minütlich werden wir mit News regelrecht überflutet. In diesem Blogartikel sammeln wir nützliche Infos und Marketing-Tipps für unsere Kunden. Da täglich neue Unterstützungsprogramme und Ideen heranreifen, werden wir den Artikel von Zeit zu Zeit aktualisieren.

Der Informationsfluss rund um die Corona-Krise ist gigantisch. Aktuelle Fallzahlen, Forschungsfortschritte und Regierungsentscheidungen bestimmen die Nachrichten. Es wird aber auch zunehmend über neue Hilfsprogramme, Initiativen und Handlungsempfehlungen für Unternehmen berichtet. Wir stellen dir hier einige davon vor und geben dir nützliche Anregungen für dein Marketing.

Tipps zum Marketing in Zeiten von Corona

Signalisiert, dass ihr weiterhin für eure Kunden da seid

Was schätzen Menschen in Krisen-Zeiten? In unseren Augen sind das vor allem Transparenz, Zuverlässigkeit und Beständigkeit. Eure Kunden sind dankbar, dass ihr sie auch in schweren Zeiten nicht alleine lasst. Die wichtigste Marketing-Botschaft lautet also: „Wir sind da!“.

Es kann und darf auch kommuniziert werden, wie die Lage bei euch vor Ort ist, wie Mitarbeiter mit der Situation umgehen und welche besonderen Maßnahmen ggf. ergriffen wurden, um einen reibungslosen Betrieb sicherzustellen. Wenn ihr mit eurem Business einen sozialen Beitrag zur Krise leistet, solltet ihr auch darüber reden.

Digitale Tools nutzen, um neue Absatzkanäle zu erschließen

Aller Anfang ist schwer – aber auch für Unternehmen, die in Marketing und Vertrieb bisher auf analoge Kanäle gesetzt haben, ist es relativ einfach möglich, nun verstärkt in digitale Kommunikationskanäle zu investieren.

Dein Unternehmen verkauft Dienstleistungen und eure Kunden habt ihr bisher eher persönlich getroffen? Überlegt, wie ihr eure Leistungen digital anbieten und vermarkten könnt. Kundengespräche lassen sich über Video-Tools wie Zoom, Skype oder andere Messenger-Dienste, welche Videoanrufe unterstützen, realisieren.

Mehrwert und Wissen könnt ihr über Facebook oder LinkedIn Gruppen sowie spezielle E-Learning Tools vermitteln. Nutzt Social Media und E-Mail-Marketing, um weiterhin mit Bestands- und Neukunden in Kontakt zu bleiben und Angebote aktiv zu bewerben.

Regionale Händler und Hersteller, die noch nicht für den Online-Verkauf gerüstet sind, können über bestehende Marktplätze, wie eBay oder Etsy unkompliziert starten. Instagram und Facebook bieten zudem eine Shopping-Funktion an. Parallel könnt ihr euch nach langfristigen E-Commerce Lösungen umsehen, um eure Reichweite und die Verkäufe kontinuierlich zu steigern.

Die richtige Marketingstrategie in Krisenzeiten

Unsere Empfehlung: führt eure Marketingaktivitäten weiterhin fort, wenn ihr die Mittel dazu habt. Seid jedoch einfühlsam und überlegt, wie es eurer Zielgruppe gerade geht. Begegnet der aktuellen Situation mit ausreichend Fingerspitzengefühl, strahlt Zuversicht aus und bietet Mehrwert. Bereits geplante Maßnahmen und euren Content-Plan solltet ihr dahingehend evaluieren.

Gerade jetzt lohnt es sich, mit Kunden in den Dialog zu treten und gemeinsam zu überlegen, wie ihr mit euren Produkten, Dienstleistungen oder Inhalten unterstützen könnt. Direktes Feedback von euren Zielgruppen einzufordern, ist auch außerhalb von Krisenzeiten ein wichtiger Erfolgsfaktor.

Normalität ist eine willkommene Ablenkung zwischen allen Krisenschlagzeilen. Aufgrund der sozialen Isolation steigt zudem die Nachfrage nach Online-Inhalten. Über Google- und Social Ad Kampagnen könnt ihr diese für euch nutzen, um kurzfristig eure Reichweite zu erweitern und Produkte und Dienstleistungen direkt an die Zielgruppe auszuspielen. Achtet aber darauf, dass ihr diese Maßnahmen genau analysiert und kein Budget verschenkt, dass an anderer Stelle dringender gebraucht wird.

Gestärkt aus der Situation hervorgehen

Wie oft wollen wir Dinge anpacken, die dann im normalen Tagesgeschäft hinten runterfallen? Nutzt nun die Zeit, um Punkte aufzuarbeiten, die ihr sonst aufschiebt. Ist eure strategische Ausrichtung noch richtig? Wie steht es um die Position eures Unternehmens im Wettbewerb- und Marktumfeld? Gerade wenn andere Maßnahmen wegfallen, könnt ihr jetzt eure eigene Strategie überprüfen. Wichtige Schritte sind zum Beispiel die Definition von Wunschkunden (Buyer Persona), die zugehörige Konzeption zur Zielgruppenansprache oder das optimieren von Produkten und Angeboten.

Bereitet euch auf die Zeit nach Corona vor und bedenkt auch, dass sich bis dahin das Verhalten eurer Kunden verändern wird. Bereits jetzt ist beispielsweise abzusehen, dass auch im Zeitraum nach ‚Social Distancing‘ verstärkt über Communities und Video-Formate kommuniziert werden wird. Erarbeitet daher langfristige Strategien.

COVID-19 – Handlungsempfehlungen für Online-Händler

Veränderungen kommunizieren

Zu Beginn haben wir es bereits verdeutlicht: Eure Kunden sind genauso verunsichert wie ihr, haben aber gleichzeitig Verständnis für die Situation. Transparent und proaktiv zu kommunizieren, ist in Krisenzeiten das A und O! Welche Maßnahmen habt ihr ergriffen, um Hygiene und Sicherheitsabstand sicherzustellen? Ändern sich Lieferzeiten? Ist der Kunden-Support nur begrenzt verfügbar? Kann die Bestell-Logistik sichergestellt werden? Das alles sind Dinge, die ihr euren Kunden offen kommunizieren sollt. Eure Logistik ist bisher unbeeinträchtigt? Dann teilt euren Kunden bitte mit, dass sie eure Leistungen wie gewohnt in Anspruch nehmen können.

Produktpräsentation im Shop optimieren

Ihr solltet jetzt vor allem Produkte prominent platzieren, die euren Kunden in der aktuellen Situation am meisten helfen. Das sind zum Beispiel Artikel, die auch innerhalb der eigenen vier Wände nutzbar sind und das veränderte Zusammenleben und -arbeiten erleichtern. Sollten Produkte nicht mehr lieferbar sein, empfehlt Alternativen. Up- und Cross-Selling sind auch in diesen Zeiten eine wichtige Strategie zur Verkaufsförderung.

Kontinuierliches Shop-Marketing

Es liegt nahe, Marketingbudgets zu kürzen, um in dieser kritischen Situation Kosten zu sparen. Doch gerade jetzt ist eure Zielgruppe verstärkt online unterwegs. Außerdem entstehen eventuell ganz neue Möglichkeiten für Keywords und Interessen, die ihr mit euren Produkten und/oder Themen bespielen könnt. Hier gilt es in den nächsten Wochen zu beobachten, wie sich die Prioritäten der Shopkunden verschieben und dementsprechend Anpassungen in der Strategie nötig machen. Auf alle Fälle solltet ihr laufende Anzeigen auf Relevanz überprüfen. Streicht Werbemaßnahmen für Produkte ein, die derzeit nicht benötigt werden, beispielsweise Reisezubehör. Das freigewordene Budget könnt ihr dann in aktuelle Topseller, Dienstleistungen oder Themen investieren.

Unterstützungsprogramme in Zeiten der Corona-Krise

Im Folgenden stellen wir euch einige Links zusammen, die verschiedene Fragestellungen zum Coronavirus bündeln und Angebote für Unternehmer bereithalten:

  • Der Handelsverband Deutschland (HDE) stellt unter Themenblöcken wichtige Informationen zum Coronavirus zur Verfügung – sowohl branchenspezifische als auch allgemeine Fragestellungen.
  • Initiative „Händler helfen Händlern“: Die LinkedIn Gruppe wurde ins Leben gerufen, um den Handel digital zu vernetzen. Hier werden Informationen und Erfahrungen rund um Hilfsprogramme miteinander ausgetauscht sowie Impulse für neue Businessmodelle gesammelt. Unterstützt wird die Gruppe übrigens auch von unserem Businesspartner Shopware.
  • eBay hat für Händler ein Soforthilfeprogramm ins Leben gerufen – 6 Monate kostenloses eBay Premium Shop Abonnent inkl. Kundenservice sowie 3 Monate keine Verkaufsprovision
  • futureSAX geben auf Ihrer Landingpage einen Überblick über verschiedene Hilfsangebote von Bund und Land
  • Informationsnetzwerk “Saxony Business Support Community”: Das Q-Hub aus Chemnitz hat ein Netzwerk gegründet, um Informationen, Artikel und Angebote zur Corona-Krise sachsenweit zu bündeln.
  • Facebook hat ein Zuschussprogramm für kleine Unternehmen angekündigt. 100 Millionen US-Dollar sollen bereitgestellt werden, um 30.000 kleine Unternehmen in über 30 Ländern durch finanzielle Hilfen und Werbegutschriften zu unterstützen. Genaue Informationen sind leider noch nicht bekannt, man kann sich jedoch für Updates eintragen.
  • Auch google unterstützt Online-Händler und Kunden. Ab April sind Google Shopping-Einträge kostenlos. Dies gilt zunächst für Unternehmer aus den USA. Bis zum Ende des Jahres sollen die kostenlosen Einträge auch weltweit verfügbar sein.

Inspirationen aus dem Netz für kleine, lokale Unternehmen

Einer für alle und alle für einen

Wenn uns Corona eines zeigt, dann dass wir nur gemeinsam durch diese Zeit kommen. Diesen Gedanken machen sich derzeit auch viele kleinere Online-Händler zu Nutze und bündeln Ihre Ressourcen in einer Kooperation. Unter dem Hashtag #supportsustainablebusinesses hat beispielsweise das Start-Up Erlich Textil mit befreundeten Marken eine Initiative gestartet, über die Aktionen, wie Rabattcodes, und geplante Projekte gemeinsam kommuniziert werden.

David gegen Goliath

Gerade für Händler, die vor der Krise online noch nicht so gut aufgestellt waren, ist es jetzt besonders schwer gegen Marktplatzhirsche wie Amazon anzukommen. Hier gilt es kreativ zu werden! Uns gefällt die Idee der Buchhandlung Universitas, die für alle Laden-Lieferungen nun eine Abholbox vor dem Geschäft stehen haben. Viele kleinere Geschäfte nutzen auch Social Media, um Ihre Produkte unkompliziert über eine Art Flohmarkt zu verkaufen.

Online-Kurse als Alternative

Auch andere Unternehmen, die bisher überwiegend offline agierten, wie etwa Restaurants oder Fitnessstudios, können sich online neue Absatzwege erarbeiten und Arbeitsplätze erhalten. Die Lösung: Online-Kurse! Warum nicht euren Koch vor die Kamera stellen und erklären lassen, wie man ein richtig gutes Ratatouille zubereitet? Auch die wöchentlichen Fitness- oder Entspannungskurse können online abgehalten werden. Und ein Hotel im Sauerland bringt gerade sein Entertainmentprogramm in Videos, Podcasts und Co. online.

Ihr müsst dabei keine komplizierte Set-Ups erarbeiten. Macht euch die sozialen Medien zu Nutze: ihr könnt einen extra Instagram Kanal anlegen, privat stellen und nur User zulassen, die ein Entgelt über PayPal überwiesen haben.

Gemeinsam sind wir stark

Der Corona-Virus stellt uns alle vor enorme Herausforderungen. Doch jede Krise bietet auch immer eine Chance. Ob Einzelunternehmen, Mittelstand, Händler oder Hersteller – In dieser Zeit steckt echtes Potenzial, das eigene Portfolio zu erweitern, neue Kunden zu gewinnen und Stammkunden weiterhin ans Unternehmen zu binden.

Euer Unternehmen benötigt Unterstützung?

Schreibt uns gern eine Nachricht an kontakt@w3work.de